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Budo mit Behinderten: Wer kann Budo in Pädagogik und Therapie kompetent einsetzen ?

Der kompetente, d.h. fachlich versierte methodische Einsatz der asiatischen Kampfkünste in erzieherischen, sozialen und therapeutischen Feldern ist seit vielen Jahren unser Thema. Hier widmen wir (Institut für Budopädagogik mit seiner Kampfkunst Akademie in Stade und Institut für Jugendarbeit in München) uns wissenschaftlich - sowohl in Theorie als auch in Praxis - diesem Gebiet und arbeiten mit renommierten Experten und erfahrenen Praktikern eng zusammen. Dabei geht es auch darum, Kampfkunst mit speziellen Zielgruppen (z.B. seelisch, geistig, körperlich oder sozial behinderten Menschen) zum Wohle der Adressaten zu üben, sie also gerade über das Erlernen der wesentlichen Budo-Elemente systematisch zu fördern (siehe dazu besonders: www.budopaedagogik.de)

Das setzt aber immer eine entsprechende Kompetenz der Lehrenden voraus, die nur über eine dafür qualifizierende Ausbildung sowohl im erzieherisch-therapeutischen Bereich als auch im Bereich der Kampfkunst erworben werden kann. Dies trifft dann z.B. bei Erziehern, Pädagogen, Sozial- und Sonderpädagogen, Psychologen, Psychotherapeuten, Ärzten und artverwandten Berufsgruppen zu, die gleichzeitig hochgraduierte Kampfkünstler, also DAN-Träger, Lizenz-Trainer, Budo-Lehrmeister eines anerkannten Systems sind, sofern sie zusätzlich zu ihren Erfahrungen in diesen beiden Gebieten noch in weiterführenden fachbezogenen Aus- und Fortbildungen für die professionelle Verbindung beider Tätigkeitsbereiche (Pädagogik/Therapie und Budo) geschult werden. Derartig qualifizierte Anbieter für seriöse Programme allerdings sind angesichts der hohen Voraussetzungen die Ausnahme.

Unseren Recherchen zufolge gibt es auch Anbieter, die ohne jede erforderliche berufliche und sportliche/budomässige Qualifikation und Legitimation (und auch ohne selber direkt Betroffener zu sein) irgendwelche Anti-Gewalt-Versprechen (oder gar -Trainings) via Kampfsport/Budo anbieten oder auch die Zielgruppe der Behinderten für sich entdeckt haben, offensichtlich wohl auch, um "neue Märkte" zu erschließen. Natürlich ehrt eine solche durchaus noble Motivation (sofern sie denn ehrlich und nicht rein profitorientiert ist), aber sie allein reicht natürlich nicht aus, um in Ermangelung der Kompetenz die Adressaten auch wirklich zu erreichen, geschweige denn zu "fördern" oder gar zu "therapieren".

Hier besteht eher die große Gefahr, dass durch dilettantisches Wirken an Körper und Psyche der Teilnehmer ernster gesundheitlicher Schaden entsteht. Die angesprochene Klientel verdient aber nun gerade einen versierten Umgang, ja sogar eine ganz besonders sachkundige "Behandlung". An ihr herumzuexperimentieren ist hingegen inhuman und verwerflich. Außerdem bringen solche Leute mit ihren meist scheiternden Laienkonzepten sowohl das Budo (allgemein) als auch die seriösen budopädagogischen und -therapeutischen Programme in Misskredit.

Um nun gerade dieser "Gefahr einer nicht nur wenig hilfreichen sondern möglicherweise sogar schädlichen Dienstleistung am Menschen durch unzureichend qualifierte Personen an gutgläubigen Klienten", wie es der Bund der Deutschen Psychologen und der Berufsverband der Budopädagogen formulieren, nachhaltig entgegenzuwirken, kommen neben Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen (IfBP) nur eine Marktbereinigung durch kritische Aufsicht und Öffentlichkeitsarbeit (BDP und BvBP) sowie das Instrument der Freiwilligen Selbstkontrolle der Anbieter (mit Gütesiegel der Intern. Interessen- u. Arbeitsgemeinschaft "Budo in Pädagogik und Therapie", BPT; siehe dort) infrage.

Wenn Sie, lieber Leser, Zweifel haben an der fachlichen Qualifikation eines Anbieters (was Sie grundsätzlich im Eigeninteresse immer haben sollten), fragen Sie kritisch nach dessen professioneller Legitimation für diese Arbeit, nach seiner Mitgliedschaft in einem diesbezüglichen Fachverband, nach seinem Budo-Rang (innerhalb welchen etablierten Systems), nach seiner formalen Anerkennung für diese besondere Arbeit durch eine anerkannte Organisation oder nach seiner erklärten Bereitschaft zur Freiwilligen Selbstkontrolle - oder fragen Sie einfach uns.

Ossu
JMW

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