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    Finger weg !
    Eine Negativliste der Literatur zum Thema Kampfssport / Budo:Werke, die absolut nicht zu empfehlen sind und besser nicht hätten geschrieben (geschweige denn verbreitet) werden sollen...

Die absolute Nr. 1 der Negativliste: Goldner: "Fernöstliche Kampfkunst", 1988

Eine Pseudostudie, nichts als eine profane Hetzkampagne gegen Kampfsport (der nach Willen des Autorsverboten werden soll) ist und längst überholte Stammtischvorurteile und bloßes Un- und Falschwissen verbreitet. Alles "Thesen ohne Fundament. (...) Ein Sammelsurium seiner Vorurteile mit angsterzeugenden Appellen.(...) Das Buch schadet der Wissenschaft und den Budokünsten", so Prof. Dr. M. von Saldern in: Liebrecht (Hrsg.): Karatedo und Gewaltverhalten. Schriften zu den Hintergründen der Budo-Künste Band 2, Landau 1993, S. 123-135, zit. S.133)

Nr. 2 - niveaulos: Lagast / Liedtke / Tannert: "Unmöglich ist nur eine Meinung. Ratgeber zur Behindertenintegration in den Kampfkünsten", 2004

Eine niveaulose Hymne der Autoren auf sich selbst, ohne irgendwelche hilfreichen Fakten oder auch nur Tipps zum Thema. Das Heftchen ist überwiegend als bloße Eigenwerbung zu verstehen. Ausführliche Kritik siehe Buchrezension hier: www.socialnet.de/rezensionen/2872.php

Nr. 3 - verzichtbar: Lumbeck: "Der Weg ist das Ziel. Kampfkunst und neueste Erkenntnisse der Sportmedizin", 2004

Nichtssagende Plattitüden eines Taekwondo praktizierenden Dr. med. über Do, Zen - oder was er dafür hält - und Sportmedizin. Entbehrliches Halbwissen, unverbundene Daten und individuelle Allerweltsmeinungen in zudem noch sprachlich und schriftlich schlechter, oft fehlerhafter Form, leserunfreundlich dargeboten. Unnötig ärgerlich.

Dolin, A.: "Kempo - Die Kunst des Kampfes", Leipzig 1988

Ein umfang- und lehrreiches Standardwerk zur Geschichte, Theorie und Praxis der fernöstlichen Kampfkünste. Unverzichtbar zum richtigen Verstehen der historischen Entwicklungen, philosophischen Zusammenhänge und technischen Verbindungen der Systeme vom Ursprung bis heute. Ein Muss!

Neumann / von Saldern / Pöhler / Wendt (Hrsg.): "Der friedliche Krieger. Budo als Methode der Gewaltprävention"; Marburg, 2004

Hier räumen die Autoren mit Vorurteilen auf und begründen, je unterschiedlich, an Beispielen und wesentlichen Grundlagen inwieweit Budo einen positiven Beitrag zur Erziehung leisten kann bzw. weisen dezidiert nach, wo dies Kampfkunst bereits geleistet hat und als Budo-Pädagogik (die hier detailliert als neue Methode beschrieben wird) leisten kann. Ein Erstlingswerk seiner Art. Ausführliche Besprechung des richtungweisenden Buches siehe hier: www.socialnet.de/rezensionen/1476.php

Grundmann, M.: "Die Niederlage ist ein Sieg. Geist, Tradition und Technik des asiatischen Kampfsports", Düsseldorf 1983

Das leider längst vergriffene Buch behandelt als eines der ersten auf dem deutschen Buchmarkt dieses Thema ausführlich und weist den geistigen (ausdrücklich originär friedlichen) Hintergrund des Budo nach. Kaum nachzuvollziehen, warum dieses wirklich gute und nach wie vor aktuelle Buch in den letzten 20 Jahren nicht erneut verlegt wurde und nur (was hiermit dringend empfohlen wird) über Antiquariate oder Privatverkäufe zu beziehen ist. Ein Pionierwerk auf seinem Gebiet, sehr lesenswert.

Dr. J.M. Wolters
Institut für Budopädagogik
Kampfkunst Akademie Stade

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