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Wie erklären Sie sich die Feindseligkeiten und den Neid in der Kampfsportszene ?

Die meisten Kampfsportler interessieren sich gar nicht für Fragen und Probleme der Konkurrenz. Es sind immer nur einzelne Menschen, nicht Systeme, die streiten. Deshalb muss man das Ganze psychologisch bewerten:

Neid und Missgunst entstehen aus einer psychopathologischen Gemengelage von Minderwertigkeitsgefühlen und fragilem Selbsterleben auf der einen Seite - und Profilneurose auf der anderen; gepaart mit einem starken Hang zu Aggressivität und Gewalt ergibt das einen brisanten Cocktail, der sich bei besonderer Reizbarkeit zuweilen impulsiv entlädt (cholerisch), aber auch durch intrigantes Verhalten (querulatorisch) bahnbricht.

Solche narzisstischen Persönlichkeiten (mit häufig autoritärem Charakter) führen oft als Moralprediger ein "spießiges", äusserlich sehr angepasstes Leben, manchmal auch in Amt und Würden (womit sie kokettieren) und sind aber in Wirklichkeit sehr einsam und unglücklich.

Neid und Hass sind die beiden schlimmsten Abgründe der Seele, und es ist eine Strafe, im Leben derart defizitär ausgestattet zu sein.

Trifft ein solcher Charakter nun etwa auf "äußeres" Karate (im Sinne des oberflächlichen Sports im Verein oder Fitnessstudio ohne jede Erziehung) kann er im Gewand eines Sportlers - oder gar schlimmstenfalls Trainers - seinen womöglich krankhaften Neid in Form subtiler Gewalt gegen andere (seine Gegner oder persönlichen "Feinde") ausüben oder auch als Vereinspolitiker oder Verbandsfunktionär. Er ist das das totale Gegenteil, worum es im Karate und der Kampfkunst gehtÂ…

Von solchen Menschen wird ihre Umgebung - und ggf. hier eben auch die Kampfsportszene - verdorben.

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