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Welche Akzeptanz finden Ihre Graduierungen bei anderen ?

Unsere eigenen Graduierungen haben, wie schon hier und hier dargelegt, immer in erster Linie Bedeutung innerhalb des Lehrsystems. Die Herkunft der Lehrerlinie (Genealogie) unseres Ryu, wie bereits dargelegt, bürgt in der direkten historischen Anbindung an anerkannte Karatestile und deren Lehrmeister für gewachsene Echtheit und Seriosität.

Neben den direkt von den Lehrmeistern in einer Linie auf unseren Sensei übertragenen Grade und Weihen sprechen auch seine weiteren Dan-Graduierungen von renommierten Lehrmeistern anderer Karate- und Kempo-Systeme (wie z.B. im Shorinryu bei Fusei Kise, 10. Dan) und Anerkennungen oder Auszeichnungen sowie Meister-Diplome und Titel bedeutender Budo-Weltverbände (wie z.B. der IMAF durch Shinsaka Hogen, den Präsidenten und Generalsekretär des Forschungsinstituts für Nationale Japanische Politik sowie Generaldirektor des Bereiches Politik im Außenministerium in Japan, oder auch der IMAA / INTERNATIONAL MARTIAL ARTS ASSOCIATION) für die Akzeptanz und Würdigung auch ausserhalb eigener Bewertungssysteme. Auch diese autorisieren uns als international respektierte Vertreter einer offiziell anerkannten, etablierten und autonomen Stilrichtung mit - übrigens längst in der Literatur lexikalisch verbriefter und stetig wachsender - Reputation.

Die Mitglieder des Danshakai (Schwarzgurte) im Shoto-Kemo-Ryu, die sich weiterhin in eigener Wegschulung wie in ständiger Aus- und Fortbildung befinden (im Bereich anderer Kampfkünste wie auf dem Gebiet der Budopädagogik), sind lizenzierte Trainer/innen, Lehr/innen und Prüfer/innen, z.T. mit eigenen Dojo, auch im Ausland. Diese sind würdig, den Shoto-Kempo-Kai zu vertreten. Siehe auch hier und hier.

Die in unserem System intensiv ausgebildeten Karateka, bei dem der Weg zum 1. Dan ja auch mindestens 10 Jahre dauert, haben aufgrund des im traditionellen "Weg-Studium" erworbenen Könnens und Wissens wahrlich den Vergleich mit anderen Stilen und ihren Vertretern auch keineswegs zu scheuen: Beim Wechsel in andere Stile oder Verbände wurden unseren Schüler meistens sehr viel höhere Gürtelgraduierungen zugesprochen, als sie sie bei uns innehatten. Dieser "Erfolg" hegt natürlich auch die Gefahr für wenig Budo-orientierte Schüler, schon nach einer (nach unseren Maßstäben) eher kurzen Lernzeit dann lieber woanders schnelle Karriere machen zu wollen - und zu können. Das schlechte Beispiel eines ehemaligen Schülergrades mit 3.Kyu, der woanders gleich zum Dangrad avancierte und nun sogar seinen "eigenen Stil" vertreten will, zeigt, das unsere Ausbildung und darin erworbene Graduierungen zu "Höherem" beflügeln können - beim Einen (dem echten Wegschüler) am Ende zur echten Meisterschaft und Selbsterkenntnis, beim Anderen eben zur voreiligen Selbstinszenierung...

Aber das vergleichende "Ich bin besser"-Getue ist unsere Sache sowieso nicht. Das Feld des verbandspolitischen Gerangels und Austausches von Eitelkeiten bleibt jenen Funktionären und labilen Persönlichkeiten vorbehalten, denen der ständige Kampf um ihre Anerkennung und Selbstdarstellung einziger Antrieb geworden zu sein scheint.

Die Frage nach der Akzeptanz (von wem, etwa dem DKV ?) stellt sich uns so gesehen auch gar nicht; besser wäre es, Toleranz im Budo zu pflegen.

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