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Der Werte-Verfall in der Kampfkunst-Szene

Im neuen Heft der Kampfkunst-International 04/08 (S.74) wird der moderne Werteverfall in der deutschen Kampfkunstszene analysiert und eine Hit-Liste der größten Schandtaten aufgeführt.

Diese Analyse ist wert, verbreitet und demzufolge auch hier zitiert zu werden, denn es gilt, derartige Negativentwicklungen zu stoppen und den guten Ruf der Kampfkünste vor Scharlatanen (zumeist Newcomer oder der "Nachwuchs") zu schützen.

Die Schlimmsten Anbieter auf dem Markt zeichnen sich demnach vor allem durch die folgenden 6 schlimmsten "Todsünden" aus:

  1. Heckenschützen-Mentalität
    Sie, die ehrlosesten und verwegendsten Halunken, schiessen aus dem Hinterhalt und verbreiten in Internet-Foren unter Pseudonym oder durch anonyme Briefe Schmutzparolen und Verleumdungen gegen ihre Marktmitspieler (Kollegen, Konkurrenten, oft auch ehemaligen Lehrer)
  2. Schein contra Sein
    Als selbsternannter Meister müssen sie jedermann kund tun, wie toll sie sind und dass sie der Größte seien - und notfalls muss ein spezieller 'Meister-Dress' und neu erfundene Uniformen mit exklusiven Rangabzeichen das glaubhaft machen
  3. Schmücken mit fremden Federn
    Nachdem sie sich durch Umwege oder über Dritte heimlich Zugang zum Wissen anderer verschafft haben, erklären sie dieses Dinge stolz als ihr eigenes geniales Werk; gleichzeitig tun sie alles dafür, die wahre Quelle dieses Wissens zu leugnen und schlecht zu machen
  4. Schwarzkopien
    Diebstahl geistigen Eigentums ist Standard: es wird geklaut, was und wo geht, und am Ende noch als eigenes Produkt verkauft.
  5. Qualität aus zweiter Hand
    Sie lernen, wenn überhaupt, selber nur von zweitklassigen und 'second hand'-Lehren statt von angesehenen Lehrern und Meistern; klar, wer will schon mit ihnen zu tun haben.
  6. Masse statt Klasse
    Als Gurus ihres Clans geht es ihnen allein Mitgliederzahlen und auf ihren Seminaren wird deshalb auch ohne Leistung alles und jeder weiterqualifiziert
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Den Autoren aus der WT-Master-Academy ist für ihre treffsichere Analyse der Scharlatanerie in der Szene herzlich zu danken.

Wenn Sie, lieber Leser und Kampfkunst-Interessierte, jemanden kennen, der eine dieser "Todsünden" (oder gar mehrerer) begeht: Vorsicht ! Diese Leute sind keine Vertreter des ursprünglichen Geistes und der Werte der Kampfkunst und bringen die Szene in Verruf. Und: sie gefährden auch SIE persönlich !

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